Mein sicherer Start mit dem Sportboard
Mein sicherer Start mit dem Sportboard
Bevor du mit dem Sportboard loslegst, solltest du diese Regeln einmal kennen. So reduzierst du Sturz- und Verletzungsrisiken von Anfang an.
Auf- und Absteigen ist Teil der Übung
Immer mit Handkontakt zur Stütze, ein Fuß nach dem anderen. Das Board vorher mit Hand oder Fuß „in Waage“ fühlen. Die Stütze ist Sicherheitsmanagement, kein Schummeln.
Stütze in Armreichweite – immer
Küchenzeile, schwere Stuhllehne, Wand oder Geländer. Bei Übungen auf der Halbrolle steht die Stütze seitlich, bei der Schrittstellung vorn.
Halbrolle und Halbkugel nur mit Korkauflage in der Schiene
Die 5-mm-Korkauflage wird in die Durchlaufschiene unter dem Board eingelegt, Aufsatz mittig einsetzen und festen Sitz prüfen. So kippt das Board kontrolliert, kann aber nicht wegrutschen.
Halbrolle in Level 1: nur zwei Vorgeschmack-Übungen
In Level 1 kommt die Halbrolle nur in zwei Vorgeschmack-Übungen vor – Bergauf-Stand (S2) und Kipp-Überquerung (D3) – und immer mit Stütze; bei S2 liegt die Halbrolle versetzt, sodass ein Board-Ende sicher am Boden aufliegt. Wer das Entry-Set ohne Halbrolle hat, macht dafür die in der Übung beschriebene Pad-Alternative. Im freien Stand kippt das Board in Level 1 noch nicht.
Halbrolle richtig positionieren: versetzt oder mittig
Für die Bergauf-/Bergab-Übungen (S2, S5) die Halbrolle versetzt einlegen, sodass ein Board-Ende am Boden aufliegt – so entsteht eine sichere Schräge zum Hinauf- und Hinabsteigen. Für die Kipp-Überquerung (D3) und alle Stand-Übungen auf der Halbrolle (B8–B10) liegt sie mittig, damit das Board frei um die Achse kippt.
Augen zu – kurze Intervalle, immer mit Sammeln
Augen zu in kurzen Intervallen (3–10 s), immer mit Sammeln dazwischen. Level 1–2 nur am Boden oder auf dem Pad, mit Hand bzw. Fingerkontakt am Hilfsmittel. Level 3 auf der Halbrolle ausschließlich beidbeinig, mit Fingerkontakt und nach bestandenem Gate. Nie mit dem Kopf im Nacken.
Das Balance-Pad gehört nie unter das Board
Das Pad wird ausschließlich separat auf dem Boden genutzt. Es lässt sich nicht fixieren – unter dem Board wäre es eine Rutschgefahr.
Die Vollrolle bleibt im Athletik-Training
Sie kann unter dem Board wandern (rollen und verrutschen) und ist deshalb kein Bestandteil des Trittsicher-Trainings. Für Sport und Performance findest du sie im Athletik-Training.
Bei Bandspannung immer ein Fuß auf dem Board
Band in der Laufschiene: Sobald das Band unter Spannung steht, bleibt mindestens ein Fuß belastet auf dem Board. Sonst kann das Board durch den Bandzug hochklappen. Das Band nie zurückschnellen lassen – 3 Sekunden geführt zurück. Beim Schlaufenband für die Seitschritte stehen die Füße in Schlaufe 1 und 3, damit die Grundspannung erhalten bleibt. Die Kraftübungen laufen auf dem flachen Board mit Band in der Schiene – kein Bandzug auf Halbrolle oder Halbkugel. Für Pallof das Band am Türanker, Geländer oder an der Türklinke auf Brusthöhe befestigen (Tür schließen, der Zug testet die Tür in den Rahmen). Bandgriffe sorgen für mehr Komfort an den Händen.
Board und Zubehör vor jeder Einheit kontrollieren
Board, Bänder, Schlaufen, Halbrolle, Halbkugel, Korkauflage und Befestigungspunkte auf sichtbare Schäden oder lockere Teile prüfen. Beschädigte Teile nicht weiterverwenden.
Trainingsumgebung absichern
Ebener, trockener, rutschfester Untergrund – kein Teppichrand, keine glatten Fliesen. Ca. 1,5 Meter Freiraum, Stolperquellen, Haustiere und Möbelkanten aus dem Trainingsbereich. Barfuß oder rutschfeste Sohle – keine Socken. Telefon in Reichweite.
Belastungs- und Gesundheitshinweise
Maximales Nutzergewicht: 120 kg. Nur Original-Zubehör verwenden. Sofort abbrechen und ggf. ärztlich abklären bei: Schwindel, Brustschmerz oder Druckgefühl, Atemnot, Taubheit oder Kribbeln, Sehstörungen, plötzlichem deutlichem Kontrollverlust. Muskelanstrengung und leichtes Zittern sind normal – diese Symptome sind es nicht.


