Kork pflegen: So bleibt dein Sportboard lange griffig
Halbrollen, Halbkugel, Korkpads und die Kork-Trainingsoberfläche deines Sportboards sind aus Naturkork. Kork ist robust, griffig und braucht wenig Pflege – wenn du ein paar Dinge beachtest. Hier steht offen, was normal ist, wie du reinigst und wann du ein Teil ersetzt.
Was Kork besonders macht
Kork ist die Rinde der Korkeiche. Er enthält Suberin, einen wachsartigen Stoff, der ihn von Natur aus wasserabweisend macht – deshalb werden aus Kork auch Flaschenkorken gemacht. Dazu ist Kork griffig, rutscht kaum auf dem Boden und federt leicht. Weil er ein Naturmaterial ist, sieht jedes Teil etwas anders aus.
Das ist normal
- Gebrauchsspuren an Kanten: Die Halbrollen rollen bei jeder Übung über den Boden. Mit der Zeit werden die Kanten glatter oder bekommen kleine Abriebstellen. Das ändert an der Funktion nichts.
- Dunklere Stellen: Hautfett und Schweiß dunkeln Kork an häufig berührten Stellen etwas nach. Mit der Reinigung unten wird es heller, ganz verschwindet es meist nicht.
- Kleine Krümel am Anfang: Neue Korkteile geben in den ersten Einheiten manchmal ein paar lose Körnchen ab.
So reinigst du Kork
- Nach dem Training: mit einem leicht feuchten, weichen Tuch abwischen. Das reicht für den Alltag.
- Gründlich, alle paar Wochen: etwas milde Seife in lauwarmes Wasser geben oder Wasser mit einem Schuss Essig mischen (etwa 1 Teil Essig auf 4 Teile Wasser). Leicht auf ein Tuch oder direkt auf den Kork sprühen, kurz wirken lassen und mit einem feuchten Tuch nachwischen.
- Trocknen lassen: an der Luft, an einem schattigen Ort, bis der Kork ganz trocken ist. Erst dann wegräumen.
Das Board selbst aus Birke-Multiplex wischst du genauso nur feucht ab und lässt es trocknen.
Das solltest du vermeiden
- Kork nicht einweichen und nicht unter fließendem Wasser abspülen – Wasser soll nie lange auf der Oberfläche stehen.
- Keine scharfen Reiniger: keine Lösungsmittel, kein Scheuermittel, keine Scheuerschwämme, keine Bleiche. Sie greifen die Oberfläche an.
- Kein Öl, kein Wachs, kein Pflegespray: Kork braucht das nicht, und die Oberfläche würde rutschig – das ist bei Balance-Übungen gefährlich.
- Keine Hitze: nicht auf die Heizung legen, nicht föhnen und nicht in die pralle Sonne. Starke Hitze trocknet Kork aus.
- Nicht in die Spülmaschine oder Waschmaschine.
Richtig lagern
Lagere Board und Korkteile trocken und mit etwas Abstand zu Heizkörpern. Das Board passt unter Sofa oder Bett. Leg keine schweren Gegenstände dauerhaft auf die Halbrollen. Die Bänder bewahrst du am besten getrennt und ohne Zug auf.
Wenn ein Teil abgenutzt ist oder sich löst
Prüfe vor dem Training kurz, ob Halbrollen, Korkpads und Oberfläche fest und unbeschädigt sind. Ist ein Korkteil eingerissen, stark abgenutzt oder löst sich ein Pad, trainiere damit nicht weiter auf instabiler Unterlage. Ersatz bekommst du einzeln:
- Kork-Halbrollen und Halbkugel
- Korkpads für die Rückseite (4er-Set)
- Trainingsoberfläche als Ersatzauflage
Du bist nicht sicher, ob etwas normaler Verschleiß ist? Schick uns ein Foto an support@othersports.de – wir sagen dir, was zu tun ist.
Häufige Fragen
Darf Kork nass werden?
Ja, kurz. Kork ist von Natur aus wasserabweisend, deshalb kannst du ihn feucht abwischen. Einweichen oder stehendes Wasser solltest du vermeiden und den Kork danach an der Luft trocknen lassen.
Womit kann ich Kork einsprühen?
Zum Reinigen mit verdünntem Essigwasser (etwa 1:4) oder milder Seifenlösung. Pflegesprays, Öl oder Wachs brauchst du nicht – sie machen die Oberfläche rutschig.
Wie bekomme ich dunkle Flecken weg?
Mit der gründlichen Reinigung oben werden sie meist heller. Ganz verschwinden sie oft nicht, weil Kork Hautfett aufnimmt. Die Funktion bleibt davon unberührt.
Wie lange halten die Korkteile?
Das hängt davon ab, wie oft und auf welchem Boden du trainierst. Kanten werden mit der Zeit glatter – das ist normal. Ersetze ein Teil, wenn es eingerissen ist oder nicht mehr sicher aufliegt.






